04.07. bis 06.07.2024

Holiday Inn Munich City Centre, München

24. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin in münchen

Prof. Dr. med. Markus Backmund, Kongressleiter

 

Kongress 2023 – Dankeschön! – Kongress 2024 – Herzlich Willkommen

Der 23. Interdisziplinäre Kongress für Suchtmedizin vom 29. Juni bis 1. Juli 2023 wurde von rund 800 Teilnehmer*innen gestaltet und zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Das Programm bot ein breites Themenspektrum, das von vielen fachlich großartigen Referentinnen und Referenten dargestellt wurde.

Es gab so viel Wichtiges und Neues zu entdecken: Neueste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung; Dynamik der Top-Drogen Heroin und Cannabis; Suchtbehandlung im Maßregelvollzug; Alkohol und Tabakabhängigkeit; Psychedelika gestützte Behandlung; Essstörungen; Konsum von Anabolika; Verhaltenssucht; suchtkranke Ärzt*innen – und natürlich auch EMDR; das Debattensymposium – und -inzwischen ein Klassiker – Rausch und Sucht in der Kunstmusik.

Wir bedanken uns bei allen Referierenden und Teilnehmer*innen für ihr Engagement und die vielen regen und anregenden Diskussionen. Sie alle trugen wesentlich zur familiären und heiteren Atmosphäre bei. Die Posterausstellung war beim Posterfrühstück zu sehr früher Stunde ein Highlight – 48 Poster, inhaltlich sehr interessant, optisch professionell gestaltet und mit Herzblut vorgestellt und vertreten. Von unserer wissenschaftlichen Jury konnten nur sehr schweren Herzens drei Posterpreise vergeben werden, denn fast jede Arbeit war preiswürdig. Gewinnerposter siehe unten.

Genauso machen wir weiter. Dafür brauche ich wie immer Ihre Unterstützung, am liebsten gleich. Durch Sie wird der Kongress lebendig. Schicken Sie mir Ihre Ideen und Themen (Vorträge und Poster).

Wir freuen uns auf den 24. Interdisziplinären Kongress für Suchtmedizin vom 4. bis 6. Juli 2024
Bis zur Wiederbegegnung in München Ihr

     Teilnehmer*innen

Poster

Eventfilm

Rückblick 2023

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Alle Informationen rund um den Kongress

24.Interdisziplinärer Kongress
für Suchtmedizin

Holiday Inn Munich City Centre, München

Wir gratulieren den Postergewinner*innen:

1. Preis: 
Was konsumiere ich? Drogeninfo Basel-Stadt (DIBS) -Pilotprojekt ambulantes Drug-Checking-Angebot

Natasa Milenkovic, Manuela Monti,
Jill Zeugin
alle Basel, Schweiz

2. Preis:
Inzidenz von SARS-CoV-2 bei Drogenabhängigen – Protektiver Effekt einer Substitutionsbehandlung

S. Kurzhals; M. Schäfer, Essen
K. Isbruch, Castrop-Rauxel
S. Kühnhold, Warstein und Lippstadt
J. Timm, Düsseldorf
N. Scherbaum, Essen

3. Preis
Nicotide Pouches – „Orale Nikotinbeutel – Ergebnisse einer Studie zur Nikotinkinetik“

Andrea Rabenstein, München
Nadja Mallock-Ohnesorg, Berlin
Yvonne Stoll, Benedikt Rieder, München
Thomas Schulz, Berlin
Tobias Rüther, München

Publikumspreis
Einstellungen, Sichtweisen und Erfahrungen von Patient:innen und Personal mit dem Schmuggeln von Diacetylmorphin in der heroingestützten Behandlung

Elisabeth Strickler, Zacharias Wicki, Maximilian Meyer, Kenneth M. Dürsteler, Marc Vogel,
alle Basel, Schweiz

Abschied von Dr. Jörg Gölz

Jörg Gölz ist Ende Juni 2023 in Berlin gestorben.

Jörg Gölz war vom ersten Tag des Kongresses 1999 ein unverzichtbarer Mitgestalter.

Jörg Gölz – Du hast so vielen den Weg gewiesen, auch uns.

Du – groß, schlank, immer korrekt gekleidet im Maßanzug, Dein Gesicht unvergesslich für alle, die Dir jemals begegnet sind. Und dann steht dieser so korrekt gekleidete Mensch da und spricht und kämpft und lebt für alle, die in diesem Leben zu scheitern drohen – für die Aidskranken, die Obdachlosen, die Suchtkranken und für alle, die von dieser Gesellschaft ausgestoßen wurden und auch immer noch werden. Du hast gegen alle Widerstände für sie gesorgt – im Kleinen und im Alltag, aber auch in allen Gremien und auf höchster Ebene. Als noch bei uns in Bayern über eine Insel für Aidskranke nachgedacht wurde, hast Du sie einfach behandelt und substituiert, die Strafbarkeit hinnehmend. Du hast unendlich viel bewegt und bewirkt, auch bei uns.

Du warst immer ein Licht am Ende eines bedrohlichen Tunnels, das den Weg gewiesen und Mut gemacht hat.

Deine Vorträge sind unvergessen – Du hast in unnachahmlicher Art lebendig und mit viel Herzblut die Lage der kranken Menschen geschildert, so dass am Ende jeder einsehen musste, dass die Sucht eine Krankheit und keine Charakterschwäche ist. Auch Deine damals zahlreichen Gegner mussten das Pfeifen einstellen und konnten nur noch stottern.

Als Vorsitzender der DGS hast Du dafür gesorgt, dass das Klima für suchtkranke Menschen sich zum Positiven verändert hat und unter Deiner Schirmherrschaft konnten wir unsere AST-Antistigma Aktion ins Leben rufen.
Jörg Gölz wird immer und überall fehlen. Er war ein ganz wichtiger Teil unseres Kongresses. Wir sind sehr traurig.

Aber wir sind uns auch ganz sicher, dass Jörg Gölz dort, wo er jetzt ist, noch weiter für uns alle sorgen wird. Er wird auch im Jenseits alle mit seinem Temperament auf den richtigen Weg bringen. Darauf hoffen wir alle sehr, und dann wird die Welt besser werden.

Servus, Jörg.

Markus Backmund und Elisabeth Michel